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Doch keine Werbung an Hamburger Schulen

Freitag, August 31, 2007

(foto: undinger)

Hoppla, da hatte sich die Hamburger Schulsenatorin Alexandra Dinges-Dierig (auch „Die Dingens“ genannt) wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt: damit Schulen etwas mehr Geld in die Kasse bekommen, hatte sie zu Beginn des neuen Schuljahres Werbung an den Schulen erlaubt. Dass das mit Hamburger Eltern und Lehrern nicht so einfach zu machen ist, damit hat sie nicht gerechnet.

Die befürchten nämlich, dass die Werbung damit einen zu großen Einfluss auf die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schulen haben könnte – und protestierten lautstark.

Man erinnerte sich mit Schrecken an Lehrer, die mit Klassen die Majo auf den Pommes allein deshalb untersuchten, weil ein Majonaise-Hersteller sie gesponsert hatte. Und die Bildzeitung befürchtete, es gäbe in Hamburg zur Pause bald Klingeltöne statt der Schulglocke.

Auch wenn Werbung natürlich eine zusätzliche Einnahmequelle für Schulen sein könne, um Bücher und andere Dinge anzuschaffen, so würden Schüler doch allzu leicht manipuliert, so der Tenor der Werbe-Gegner. Die Schule als letzte Bastion der werbefreien Zone will man sich nicht nehmen lassen.

Jetzt bleibt alles beim alten: Spenden ohne Gegenleistung der Schule sind weiterhin erlaubt. Sponsoren dürfen Schulen, Schulklasse oder eine bestimmte Veranstaltung durch Sachmittel, Dienstleistungen oder Geld fördern, solange ein Unternehmen keinen Einfluss auf Inhalte des Unterrichts nimmt, keine schulischen Entscheidungen beeinträchtigt und damit weder eine Abhängigkeit noch ein gravierendes Gefälle zwischen den Schulen entsteht. Weltanschauliche, religiöse oder politische Werbung ist komplett verboten.

Was meint ihr dazu?

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