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Laptop für arme Kinder

Dienstag, Juni 26, 2007

(Foto: laptop.org)

Machen Computer nun dumm oder schlau?

Es kommt wohl ganz darauf an, was man damit macht – und wie lange.

Während man in Deutschland darüber nachdenkt, wer einen hat und wer nicht, ob sie bei euch geistigen Schaden anrichten und ob die Internetnutzer zunehmend weiblich und älter werden, überlegen andere, wie man die Ärmsten der Welt mit Computern versorgen kann. Unter dem Motto „One laptop per child“ wird derzeit ein 100 Dollar-Laptop entwickelt, der Kindern in aller Welt neue Chancen bieten soll.

Der „XO-Laptop“ soll Kindern in armen Ländern zu besserem Lernen verhelfen. Jedes Kind soll ein eigenes Gerät bekommen, um auch mit anderen kommunizieren zu können. Damit das klappt, lautet die Idee des Erfinders Nicholas Negroponte: die Regierungen sollen den Computer in so hoher Stückzahl kaufen, dass er sie unter 100 Dollar (ca. 80 Euro) anbieten kann. Für manche Regierungen ist es unmöglich, ihren Millionen Schulkindern einen solchen Laptop zu schenken. Andere hingegen haben bereits bestellt, unter ihnen Brasilien, Argentinien, Thailand, Ruanda, Nigeria und Äthiopien.

Der Erfinder hat an alles gedacht: der Computer ist staub- und wetterfest, das Display bleibt auch in heller Sonne gut lesbar, die Hardware beschränkt sich auf das Wesentliche und der Stromverbrauch ist gering und der Energiespeicher läßt sich einfach mit einer Kurbel wieder aufladen. Alle Geräte nehmen zudem drahtlos miteinander Verbindung auf, sobald sie sich in Reichweite befinden.

Doch die Konkurrenz schläft auch dann nicht, wenn es um gut gemeinte Zwecke geht – und kommt prompt von ‚Intel‘: der Hersteller für Computer-Produkte bietet für 199 Dollar den „Classmate“ an, für den noch in diesem Jahr eine umfangreiche Microsoft-Software für nur 3 Dollar zu haben sein soll.

Ob es Sinn macht, dass Kinder, die oft nicht einmal genug Wasser haben und kaum über sanitäre Anlagen wie Toiletten verfügen, einen Laptop haben?

Wissen ist Macht, meinen die Befürworter der Billig-Laptops. Nur, wer über die nötigen Mittel verfügt, um sich bilden zu können, habe die Chance, aus der Armut herauszukommen. Da vor allem das Internet eine riesige Fülle von Informationen biete, sei der Zugang dazu für Kinder der Dritten Welt umso wichtiger.

Links:

Laptop.org

Intel „Classmate“

Lese dazu:

Singapur: Schule 2.0

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