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Vom kleinen Eszett, das einmal groß werden wollte

Mittwoch, Mai 23, 2007

Das große Eszett, stellt euch vor, das gibt’s noch gar nicht. Oder habt ihr schon mal eins gesehen? Wenn ja, dann war es kein echtes.

Denn geht es darum, ein kleines Eszett in ein groß geschriebenes Wort einzufügen, so wird es offiziell bisher einfach in ein doppeltes S verwandelt. Das ist natürlich sehr ungerecht! Ich bin auch der Meinung, jeder Buchstabe hat das Recht, der zu bleiben, der er ist.

Das finde aber nicht nur ich so. Was für ein Glück für das Eszett, es hat einen eifrigen und unermüdlichen Verfechter! Der konnte nun erreichen, dass es nach 128 Jahren großer Bemühungen für die offizielle Anerkennung des großen Eszett soweit ist, als neuer Buchstabe im ‚Unicode Standard‘ und in den ‚Internationalen Zeichensatz ISO-10646‘ aufgenommen werden. Bis zum Jahresende soll es soweit sein. Dann brauchen wir alle eine neue Tastatur.

Wofür ist das nun gut?

Natürlich für das Selbstbewußtsein vom Eszett. Aber auch für die Aßmanns zum Beispiel. So heißt es hier: „die Umsetzung von ß auf SS ist zwar allgemein gängig, doch bei ASSMANN weiß man nicht, ob es normalisiert Assmann oder Aßmann heißen muss. Daher sieht man immer öfter Schreibweisen wie AßMANN, was natürlich ein Unding ist.“

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