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Monsieur Sarkozy

Montag, Mai 7, 2007

(Foto: fr@ncois)

Das ist Frankreichs neuer Präsident: Nicolas Sarkozy.

Steckbrief:

  • * 28. Januar 1955 in Paris – Sohn eines aus Ungarn stammenden Immigranten aus einer Grafenfamilie
  • Beruf : Anwalt
  • zweimal verheiratet, drei Söhne
  • 2002 – 2007 Innenminister Frankreichs
  • seit 2004 Vorsitzender der konservativen Partei UMP (Volksbewegungsunion)
  • gilt als bewandter Politiker und eindrucksvoller Redner
  • pro-amerikanische Einstellung
  • wurde im November 2005 für die jugendlichen Randalierer der Pariser Krawalle 2005 zur Hassfigur, weil er alle aufständischen Jugendlichen in den Pariser Vororten (meist nordafrikanischer Herkunft) als „Gesindel“ titulierte
  • seit 6.05.2007 Präsident Frankreichs

Seine Anhänger jubeln – seine Gegner randalieren.

Ob gut oder schlecht – Sarkozy bedeutet eine Wende für Frankreich.

Wenn Nicolas Sarkozy gefragt wird, was denn seine Ziele als neuer Präsident in Frankreich sind, dann antwortet er mit ganz traditionellen Werten: Arbeit, Autorität, Moral, Nation und außerdem „der Stolz, französisch zu sein“.

Starke Worte. Genau das hören die Franzosen momentan gerne. Denn in Frankreich herrscht gerade sehr viel Durcheinander.

Es gibt zu viele Arbeitslose, der Wirtschaft geht es schlecht oder sie verlagert sich ins Ausland, der Staat ist hoch verschuldet – da kommt ein Mann, der verspricht, für Ordnung zu sorgen, gerade Recht. Wenn es drunter und drüber geht und beim Volke Unzufriedenheit herrscht, wählt es gerne konservative Politiker – der Sicherheit wegen.

Die Franzosen haben nun mit großer Mehrheit Nicolas Sarkozy gewählt, damit Frankreich sich von Grund auf ändert. 84 Prozent der Franzosen gingen zur Wahl, davon haben 53 Prozent für Sarkozy gestimmt. Seiner Konkurrentin, der Sozialistin Ségolène Royal, traute man den Ruck, der durch das Land gehen soll, offenbar nicht zu.

Immerhin verspricht Sarkozy nun, er wolle ein „Präsident aller Franzosen sein“. Ob er es wird, werden wir sehen. Politiker versprechen ja viel.

In seiner ersten Ansprache als Präsident bekannte er sich zu Europa – und versprach den USA Verbundenheit. Gleichzeitig kündigte er neue Initiativen in der Europapolitik und im Kampf gegen die Erderwärmung an. „Frankreich macht diesen Kampf zu seinem wichtigsten Kampf“, versprach Sarkozy. Die USA rief er auf, sich an die Spitze dieses Kampfes zu setzen, von dem das Überleben der Menschheit abhänge. Eine solch große Nation wie die Vereinigten Staaten habe die Pflicht dazu.

Bundeskanzlerin Merkel gratulierte Sarkozy und sagte über seine Wahl, die bewährte deutsch- französische Freundschaft werde „auch weiterhin die Grundlage sein, um Frieden, Demokratie und Wohlstand in Europa dauerhaft zu sichern“.

Höre dazu:

KK-PodShow No.2 „Frankreich brennt“

Lese dazu:
Frankreich und der Arbeitskampf

Studentenproteste in Frankreich

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