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Heiliger Bimbam – Hartz IV-Kids sollen Kommunionsgeschenke abgeben

Montag, April 16, 2007

(Foto: heraklit)

Nach der UN-Kinderrechtskonvention sind alle Kinder dieser Welt gleich.

Diese Konvention (Abmachung) gilt auch für Deutschland. Bei uns gibt es sogar eine Kiko – eine Kinderkommission – die sich im Parlament für eure Rechte einsetzt. Aber – wo ist die denn gerade? Oder sollten wir in dieser Sache lieber Bischof Mixa zu Hilfe rufen?

Seitdem es Hartz IV gibt, sind viele Kinder bei uns arm geworden. Deutschlands Kids sind in zwei Klassen geteilt: gut geht es oft nur noch den Kindern, deren Eltern einen Job haben. Über die Kinder von Hartz IV-Betroffenen bestimmt zum Teil der Staat. Zum Beispiel darüber, was sie haben dürfen, und was nicht. Kinder, die arm sind, dürfen keine teuren Geschenke bekommen. Wenn alle Kinder gleich sind, ist das ungerecht.

Was Deutschlands Regierung derzeit mit Kindern treibt…

das schreit zum Himmel!

Zum Hintergrund:

Kinder, deren Eltern keinen Job finden und Hartz IV beziehen, bekommen ebenfalls Hilfe zum Lebensunterhalt von der ARGE (Arbeitsgemeinschaft der Arbeitsagentur). Kids und Eltern gelten dort als Bedarfsgemeinschaft. Als Angehöriger eines Mehrpersonenhaushaltes steht einem Kind ein so genannter Regelsatz von 276 Euro pro Monat zu. Darüber hinaus dürfen minderjährige Kinder 3.100 Euro gespartes Geld besitzen. Geschenke über 50 Euro gelten als Einkommen und werden angerechnet – also von den 276 Euro abgezogen.

Das gilt auch für Geschenke. Für Geburtstage, für Weihnachten und Ostern und eben auch für die Kommunions- oder Konfirmationsgeschenke. Liegen die also über einem Wert von 50 Euro, müssen sie der ARGE gemeldet werden. Wer das nicht tut, begeht offiziell Betrug.

Im Einzelfall entscheidet die ARGE, ob ein Geschenk dann behalten werden darf oder aber verkauft werden muss. Gilt ein Sachgeschenk – also zum Beispiel ein Fahrrad – als unangemessen hoch, dann wird sein Wert in Geld umgerechnet und dann entsprechend von dem Regelsatz oder vom Sozialgeld der Kinder abgezogen.

Dürfen Kinder, die von Hartz IV leben müssen, also keine teuren Fahrräder fahren?

Ein teures Fahrrad ist meist gut und vor allem sicher. Ein Kind, dass Geld von der ARGE bekommt, freut sich darüber genauso wie eines, dessen Eltern Geld verdienen.

Der Staat macht keinen Halt – auch nicht vor dem Glücklichsein armer Kinder.

Dabei sagte selbst die Bundeskanzlerin einst:

die Bundesregierung werde sich „nicht damit abfinden, diese Spaltung der Gesellschaft zu akzeptieren“. Kinder müßten „von Anfang an ihre Chance bekommen“. Man müsse Kinder schon früh fördern, damit sie bei der Einschulung „ähnliche Chancen“ hätten.

Dazu gehört auch und ganz bestimmt die Förderung von Glück.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert deshalb eine feste Grundsicherung für Kinder, die unabhängig von Hartv IV an bedürftige Kinder gezahlt werden soll. Dann dürften Kindern für Geschenke auch keine Gelder abgezogen werden.

Auch UNICEF und andere Kinderverbände fordern, dass die Rechte von Kindern endlich in das deutsche Grundgesetz aufgenommen werden. Dort tauchen Kinder bisher nur am Rande auf.

Lese dazu:

Deutschland, deine Unterschicht

KK-Kommentar: Kinderarmut – eine Schande für Deutschland!

Hartz IV – Sparen mit Suppen

Harzt IV

Hartz IV macht Kinder arm

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