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In Zukunft ohne Zeitung?

Montag, April 2, 2007

(Foto: frischmilch)

Der Axel Springer Verlag ist Deutschlands größter Zeitungsverlag und verlegt unter anderem die Bild Zeitung und Die Welt.

Seit Mathias Döpfner Verlagschef ist, hat sich bei Springer viel geändert – nur die Bildzeitung blieb dieselbe. Jetzt teilte der ehrgeizige Unternehmer sogar mit, er könne kaum abwarten, dass onlinebasierte elektronische Geräte das Papier ersetzen. Dann will Döpfner den Druck von Zeitungen einstellen.

Die Zeitungsbranche kriselt weltweit. Fast alle internationalen Verlagshäuser klagen über einen enormen Leserrückgang – vor allem bei jungen Lesern. Ihr also geht lieber ins Internet, um euch zu informieren. „Zeitungen sind nicht mehr sexy“, schrieb sogar die Rheinische Post. Viele Zeitungen und Zeitschriften haben daher ihr Online-Angebot bereits ausgebaut.

Mit seinem Plan, künftig keine Print-Ausgaben mehr anzubieten, geht Döpfner jedoch einen radikalen Schritt weiter: Die Zeitung bleibt damit mobil, aber wir alle werden sie künftig in kleinen Geräten bei uns tragen. Je schneller das so sei, desto besser fürs Geschäft, so Döpfner. „E-Paper“ heißt für ihn das Zauberwort für mehr Gewinne. Dabei geht es um Geräte, die Online-Informationen digital verarbeiten und auf neuartigen Displays gut lesbar präsentieren.

Nun könnt ihr ja sagen: „Pfff… Bild ist sowieso doof und die Welt kenn‘ ich gar nicht!“. Schon, aber wenn ein Verlagsriese wie Axel Springer den Weg vorgibt, könnte das bedeuten, dass andere nachziehen.

In der amerikanischen Medienbranche, die in den vergangenen Jahren ihre Internet-Aktivitäten drastisch ausgeweitet hat, konnte man kostenpflichtige Medienangebote auf dem Markt kaum durchsetzen. Nutzer erwarten im Internet kostenlose Nachrichtenangebote. Der Springer-Chef indes meint, er könne seine Zeitungen elektronisch genauso gut verkaufen, wie am Kiosk.

Dann schau’n wir mal!

Und wie denkt ihr darüber?

P.S.: Ob der Döpfner einen April-Scherz mit der Zeitung gemacht hat, der er von seinen Plänen erzählte, ist zu diesem Zeitpunkt unklar.

Lese dazu:

Amerikanische Teens lesen lieber online Zeitung

Link:

BILDblog

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