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KK-Extra: Die ‚Gay‘-Offensive

Freitag, Oktober 27, 2006

Ernie & Bert gelten als ‚prominentestes Schwulenpaar‘ (Foto: radiospike)

Alles rund um Homosexualität.

Für schwule Jungs und lesbische Mädchen. Für Leute, die noch nicht so genau wissen, wen sie lieben. Für Eltern. Für Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern. Und für gleichgeschlechtliche Eltern. Für alle Freunde und Verwandten.

Gegen alle Vorurteile!

: : : H I N W E I S – Die folgende Seite ist nur für Jugendliche ab 14! : : :


Willkommen auf der Extra-Seite des Kinder Kuriers zum Thema Homosexualität!

Das wurde sowieso Zeit. Aber mit dem inneren Gerangel der bayerischen CSU um das Thema „gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften“ unumgänglich und als klarer Gegenpol zu veralteten und an der Realität vorbeischauenden Sichtweisen bitter nötig!

Homosexualität gibt es, seit es Leben auf der Welt gibt.

Wie damit umgegangen wird, hängt allein von der Gesellschaft und der Kultur ab, in der man lebt. In manchen Kulturkreisen gibt es gar keinen Begriff wie Homosexualität, weil es sich dabei um eine rein moderne, westlich geprägte Vorstellung handelt. Homosexuelle sind aber eigentlich keine Gruppe, denn die Grenzen zwischen der Liebe zum einen oder anderen Geschlecht sind fließend. So erleben die einen nie, die anderen manchmal und einige immer die Liebe zum gleichen Geschlecht. Viele träumen nur davon und trauen sich nicht, weil sie Angst davor haben, mit einer Ablehnung in der Gesellschaft konfrontiert zu werden.
In Deutschland und in vielen anderen westlichen Ländern hat sich in Sachen Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe aber schon eine Menge getan. In anderen Ländern war das gar nicht nötig, denn sie kannten Sigmund Freud und andere Väter der Psychologie nicht, die im 19. Jahrhundert versuchten, der gleichgeschlechtlichen Liebe einen Stempel zu geben. Damals aber war es neu, sich mit der Psyche des Menschen zu befassen. Allerdings ist vieles von den damaligen Vermutungen längst überholt. Dennoch aber haben sich die alten Ideen bei manchen Leuten festgefressen und sie meinen immer noch, wenn ein Mann einen Mann liebt, sei das unnormal. Wenn aber schwul sein kein Tabu wäre – wer weiß, wie viele Männer plötzlich mit einem Mann zusammen wären! Und Frauen mit Frauen natürlich auch!

Nun denn, glücklicherweise gibt es inzwischen ganz viele Jungs und Mädchen, Männer und Frauen, die sich öffentlich dazu bekennen, wenn sie sich in einen gleichgeschlechtlichen Menschen verliebt haben. Und genauso ist es: man verliebt sich in einen Menschen, nicht in ein Geschlecht!

Diese Seite möchte all jene informieren, die mit schwul oder lesbisch sein nichts am Hut haben. Vielleicht aber habt ihr homosexuelle Schulkameraden, Freunde oder Verwandte und bekommt hiermit einen besseren Einblick in das, womit sie sich auseinandersetzen müssen.

All jenen, die noch nicht genau wissen, in welche Richtung sie sexuell ausgerichtet sind, sei zunächst gesagt: das ist auch völlig egal und spielt eigentlich keine Rolle. Ihr müsst euch nicht selbst in Schubladen stecken, die andere mal irgendwann mal geöffnet haben. Wenn ihr aber mal näher hinschauen wollt, dann wird euch diese Seite inspirieren und dazu ermuntern, eurer Liebe freien Lauf zu lassen.

Wer schwul oder lesbisch ist, soll sich mit diesem Angebot unterstützt fühlen. Es versteht sich, wie gesagt, als Gegenpol zu verklemmten Parteigenossen und möchte für mehr Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe werben. „Say it loud – you’re gay and proud!“

Außerdem ist diese Seite für Kinder und Jugendliche, deren Eltern schwul oder lesbisch sind und die in so genannten „Regenbogenfamilien“ leben. Ihr seit damit wahrhaft nicht allein! Es gibt inzwischen so viele dieser Familien und ihr könnt ruhig dazu stehen. Unten findet ihr sogar einen holländischen Jungen, der ein Lied über seine zwei Väter singt!

Für eure Eltern habe ich auch ein paar Links zusammengestellt – also für Eltern von schwulen Jungs und lesbischen Mädchen ebenso wie für Eltern, die selbst in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben.

Überhaupt kann diese Seite hervorragend dazu genutzt werden, sich gemeinsam mit den Eltern diesem Thema zu widmen (z.B., um sein Coming Out einzuläuten ;o))!)

Also, los geht’s!

Viel Wissenswertes und Spaß wünscht

eure Tanja

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podcaster_logo.jpg KK-PodShow No.27 – LISTEN NOW (mp3)


Der Kinder Kurier-Podcast bei Podster und Dopcast

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Video – TERRORGRUPPE „Neulich Nacht“

… ein Song über schwule Träume!

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Die CSU und die Scheu vor der rechtlichen Anerkennung homosexueller Partnerschaften

Fast alle Parteien in Deutschland haben ein ganz entspanntes Verhältnis zu gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften. So kam es dazu, dass es seit 2001 zumindest die Möglichkeit einer „Eingetragenen Lebenspartnerschaft“ für lesbische und schwule Paare gibt. Sie wird aber auch gerne ‚Ehe-light‘ genannt, weil diese Lebenspartnerschaft zwar eingetragen ist und der Ehe in vielen Bereichen ähnlich ist, eine völlige Gleichstellung aber steht zurzeit noch aus: im Bereich der Steuern, der Hinterbliebenenversorgung und der Möglichkeit der gemeinsamen Adoption von Kindern.

Der CSU indes ging schon dieser Schritt zu weit. Daher versucht sie bis heute mit allen Mitteln, eine wirkliche Gleichstellung zwischen Ehe undeingetragener Lebenspartnerschaft zu verhindern. In dem neu erarbeiteten Grundsatzprogramm der CSU soll es nun zumindest eine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen geben. Die bisherige Position der CSU – also die Ablehnung einer rechtlichen Gleichstellung solcher Gemeinschaften mit der Ehe – wird leider weiterhin bekräftigt.

Zugleich heißt es von der CSU: „Die CSU anerkennt, wenn in diesen Partnerschaften Menschen füreinander einstehen und verläßlich Verantwortung und Sorge füreinander übernehmen.“

Der Vorsitzende der Grundsatzkommission, Glück, sagte am Montag, mit Anerkennung sei die Respektierung von Minderheiten gemeint, nicht eine förmliche Anerkennung.

Politiker anderer Parteien sprechen hierbei von einer ‚Blockadehaltung‘ der CSU bei der rechtlichen Gleichstellung.

Das ist vor allem deshalb unfair, weil man eingetragene Lebenspartnerschaften zwar besteuert wie Ehen, ihnen aber keine Steuererleichterungen einräumt.

Auch die Jungpolitiker aus der CSU und CDU finden es nicht richtig, dass die Partei so stur bleibt. Sie werfen den Politikern vor, an der Realität vorbei zu entscheiden.

Denn es gibt vor allem sehr viele eingtragene Lebenspartnerschaften mit Kindern, die als Familie die gleichen Rechte haben sollten, wie andere Familien auch. Inzwischen können homosexuelle Paare das leibliche Kind des Partners adoptieren, fremde Kinder allerdings nicht. Auch das finden viele ungerecht.

Außerdem dürfen sich Kinder, die von gleichgeschlechtlichen Eltern aufgezogen werden, nicht von der Politik ausgeschlossen fühlen. Es gibt sehr viele Kinder , die mit zwei Männern oder zwei Frauen aufwachsen. Nur, wenn die Gesellschaft und auch die Politik diese Lebensformen, die auch „Regenbogenfamilie“ genannt wird, anerkennen und normal damit umgehen, können die Kinder dieser Familien ebenso ohne Scheu zu ihrer Familie stehen.

Eine Ablehnung und nur eingeschränkte Anerkennung von schwulen oder lesbischen Eltern bringt die Kinder dieser Familien in einen inneren Konflikt. Wichtig ist es daher, alles zu tun, um das Wohl diese Kinder zu unterstützen. Als Freund oder Verwandter ebenso wie als Politiker.
Link zur CSU

Link zur LSU (Interessenvertretung für Lesben und Schwule in der CDU und CSU)

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Werbespot – „Adoption for same-sex couples“



… lustig! (*straight=heterosexuell)
Direktlink
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Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern

  • werden nicht automatisch auch schwul oder lesbisch
  • sind genauso glücklich (oder unglücklich) wie Kids aus heterosexuellen Elternhäusern
  • entwickeln sich ebensogut (oder schlecht) wie andere Kids

„Homo- oder heterosexuelle Eltern: Nachwuchs gerät gleich gut“

„Kinder in homosexuellen Familien sind seelisch stärker

„Kompetente homosexuelle Eltern“ (ZDF)

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„The L Word“ – die erste TV-Serie über lesbische Frauen

Das war sogar in den USA Aufsehen erregend: eine ganze Fernsehserie um eine Gruppe gutaussehender, lesbischer Frauen, deren ganz normaler Alltag gezeigt wurde – soweit eine amerikanische TV-Serie dies halt kann.

Im Mittelpunkt der Serie steht das Pärchen Bette und Tina, die ihren Kinderwunsch verwirklichen wollen. Bette wird von Jennifer Beals gespielt, die viele aus dem Film „Flashdance“ kennen. Auch die anderen Frauen der Serie sehen klasse oder einfach normal aus und wiedersprechen damit jedem Klischee von lesbischen Frauen, die oftmals als männlich gelten. Die Geschichten kreisen wie bei „Sex and the City“ rund um die Liebe und die Darstellerinnen sind ebenso sympathisch. Aufgrund der vielen Sex-Szenen gab es jedoch auch kritische Stimmen, die meinten, die Serie befriedige vor allem voyeuristische Männerblicke.

In den USA und vielen anderen Ländern wurde „The L Word“ zur regelrechten TV-Hype. Vor allem deshalb, weil sie vielen Frauen den Rücken stärkte: die Zahl der Coming Outs soll drastisch zugenommen haben und viele Frauen, die mit ihrer sexuellen Orientierung unsicher waren, fühlten sich bestärkt, ihren Weg zu gehen. In vielen Internet-Foren und auf ‚L-Word-Parties‘ feiern lesbische Frauen ihre TV-Heldinnen. Da die Serie einen derartigen Erfolg hat, dreht man gerade auch die vierte Staffel!

Das Lesbenmagazin ‚L Mag‘ machte zum Sendestart von „The L word“ in Deutschland einen witzigen Podcast, den ihr HIER ANHÖREN könnt.

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Video – The L Word

… schöne Szenen aus der US-Serie um einen Haufen hübscher Lesben!

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Video – ABBA „Dancing Queen“

… der Nummer 1 Song aller gays! Aber bestimmt auch vieler anderer!

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Interview – Torgen am Morgen im Gespräch mit Marianne Rosenberg

Thema: „Warum lieben Schwule deine Songs?“

Marianne Rosenberg ist der Liebling der Schwulen!

Hier erzählt sie außerdem, was sie über die Liebe und das Internet denkt.

Zur Website von Marianne Rosenberg

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Video – Ukes of Hazzard „My gay boyfriend“

… wie schön es sein kann, einen schwulen Freund zu haben!

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Video – „Women & Women“

Wer gay ist, kann das nicht ändern. Warum auch?

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Warum das Coming Out so schwer fällt

Das Outing fällt so schwer aus Angst vor Ablehnung. Und leider kann das Lesben und Schwulen passieren, mit den eigenen Eltern, der Familie, mit Freunden.

Was aber soll das, jemanden nur nach seiner sexuellen Orientierung zu beurteilen?

Eltern, die ihre Kinder diesbezüglich verurteilen, müssen sich selbst hinterfragen. Ablehnung und Druck auf sein Kind auszuüben, nur weil es Liebe für einen Menschen empfindet, der zufällig sein eigenes Geschlecht hat, würde bedeuten: das Kind soll aus Liebe zu den Eltern seine eigene Liebe unterdrücken. Das aber kann nicht wahre Elternliebe sein. Eltern, die ihr Kind lieben, nehmen es so an, wie es ist. Und sind glücklich, wenn ihr Kind ebenfalls glücklich ist – mit wem auch immer. Man hilft seinem Kind, wenn man zu ihm steht.

Was soll ein Schwuler über sich selbst denken, wenn er ’schwul‘ durch Klassenkameraden oder Freunde nur als Schimpfwort kennt?

Es gehört schon eine Menge Mut dazu, auf die Frage „Ey alter, bist du schwul oder was?“ mit „Ja!“ zu antworten.

Schwul wird von vielen Jugendlichen im Sinne von langweilig oder weichlich gebraucht. Das ist extrem diskriminierend. Vor allem Jungs scheinen Angst davor zu haben, als schwul zu gelten, und gebrauchen den Begriff um nach Außen hin deutlich zu machen, dass sie es auf jeden Fall nicht sind. Schwul sein bedeutet anders sein. Andere als schwul zu betiteln bedeutet aber auch, sie als minderwertig darzustellen. Vielleicht auch, um von sich selbst abzulenken.

In jedem Fall ist das nicht gerade förderlich für jemanden, der sich eigentlich outen möchte.

Gute Freunde verurteilen einen Freund nicht, nur weil er schwul oder lesbisch ist. Sie stehen dazu und unterstützen ihn in seiner Liebe. Alle anderen, nun ja, die sollten einfach weitergehen…

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Werbespot – „I’m in love with a Boy“


… Coming out mal anders!

Direktlink

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Mach’s mit…und gib‘ Aids keine Chance!

Bei aller Liebe: da müsst ihr dran denken!

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Video – „Gay“

… kann damals wie heute schwierig sein: Homosexualität und Eltern!

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Video – „Two fathers“


Direktlink
… Terence wohnt in Holland und hat ein Lied über seine zwei Väter geschrieben!

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Mehr zum Thema:

„Sommersturm“ DVD/CD

(FWU Institut für Film und Bild)

BRD 2004, 94min, ab 12 Jahre

Achtung: Schulen, Klassen und Lehrer können diese DVD auch einfach über Bildstellen und Medienzentren ausleihen!

Mehr…

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Filmheft zu „Sommersturm“

(Bundeszentrale für politische Bildung)

Auch als PDF zum download.

„Es geht darum, dass man liebt“ (Kino.de) – Interview zum Film mit den Hauptdarstellern Robert Stadlober und Kostja Ullmann

„Es sollte ein ehrlicher Film werden“ (Dirk Jasper Filmlexikon) – Interview mit dem Regisseur Marco Kreuzpaintner

Mehr…

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Buch-Tipps zu Homosexualität:

Ellen Bass & Kate Kaufman „Wir lieben wen wir wollen“

Orlanda Frauenverlag, ISBN: 3929823624 , € 15,50

Marliese Arold „Einfach nur Liebe“ Sandra liebt Meike, ab 12 J.
1996, Loewe Verlag, ISBN 3785528469, 154 S., ca. 8,00 €

de Haan, Linda & Nijland, Stern „König und König“
Bilderbuch, 2001, Gerstenberg Verlag

Uli Streib-Brzic/Stefanie Gerlach „Und was sagen die Kinder dazu?“

Gespräche mit Töchtern und Söhnen lesbischer und schwuler Eltern

2005, Querverlag, ISBN: 3-89656-119-7 , 188 S., 14,90 €
Hans G. Wiedemann „Homosexuell“
2005, Kreuz Verlag, ISBN: 3783113768, 199 S., ca. 12,00 €

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
… bestimmt gibt’s die alle bei AMAZON!

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Eine tolle und sehr ausführliche Zusammenstellung von Büchern für lesbische Mädchen und über Homosexualität findet ihr HIER.
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Film-Tipps zu Homosexualität:

„Brokeback Mountain“ USA (noch nicht auf DVD erhältlich)

„Alles wegen Benjamin“ DVD, Frankreich

„Sebastian“ DVD, Norwegen 1995

„Sommersturm“, DVD, Deutschland 2004

„Goldfish Memory“ DVD, Irland 2003

„Grüne Tomaten“ DVD, USA 1991

„Better then Chocolate“ DVD, Kanada 1999

„Two girls in love“ DVD, USA 1995

„When Night is falling“ DVD, Kanada 1995

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… bestimmt gibt‘ s die auch alle bei AMAZON!
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Link-Tipps zu Homosexualität:

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Ihr habt noch mehr gute Tipps?

Dann her damit!

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One Response to “KK-Extra: Die ‚Gay‘-Offensive”

  1. Idetrorce Says:

    very interesting, but I don’t agree with you
    Idetrorce


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