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„Nicht in unserem Namen!“

Freitag, August 25, 2006

Eben meinte ich noch in der KKPodShow No.24 – Terror, dass ich mir wünsche, die friedliebenden Muslime würden laut sagen, dass sie Terror im Namen des Islam ablehnen, und nun erfreulicherweise diese Meldung:

Die größten muslimischen Organisationen in Deutschland haben unter dem Titel „Nicht in unserem Namen“ eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie sich deutlich von den islamistischen Terroraktionen distanzieren.

Die versuchten Bombenatttentate auf die Regionalzüge hätten bei ihnen „Entsetzen und Abscheu“ ausgelöst, so die 16 Organisationen. „Der Terror ist eine Bedrohung und ein Verbrechen gegen die gesamte Menschheit“ und sei mit dem Islam nicht vereinbar.

Die in Deutschland lebenden Muslime forderten sie auf, jetzt noch intensiver den Dialog zu suchen.

Die Erklärung:

Erklärung der Muslimischen Verbände und Migrationenorganisationen zu den versuchten Bombenattentaten in zwei Regionalbahnen Nordrhein-Westfalens


Nicht in unserem Namen!

Muslimische Verbände gegen Terror und Gewalt

 
Mit Entsetzen und tiefer Abscheu verurteilen wir, die unterzeichnenden muslimischen Verbände und Migrantenorganisationen die versuchten Bombenattentate der letzten Tage und verwahren uns dagegen, dass diese Handlungen mit dem Islam gerechtfertigt werden sollten. Die mutmaßlichen Täter finden im Islam keine Rechtfertigung für solche Taten. Der Terror ist eine Bedrohung und ein Verbrechen gegen die gesamte Menschheit. Der Koran sagt: � Wer einem unschuldigen Menschen  das Leben nimmt,� handelt so als ob er die gesamte Menschheit tötet�Sura 5 Vers 32.

Wir, als Muslime in Deutschland, sind von den jüngsten Ereignissen doppelt betroffen. Einerseits sind wir als Teil der Gesellschaft ebenso ein  potentielles Ziel von  Anschlägen wie alle anderen Mitbürger auch, andererseits müssen wir verstärkt darunter leiden von vielen als �Mitschuldige� betrachtet zu werden.

Die unterzeichnenden Verbände fordern die  Muslime in Deutschland trotz der angespannten gesellschaftlichen Atmosphäre auf, jetzt noch intensiver den Dialog mit den Menschen in der Gesamtgesellschaft zu suchen und sich nicht durch Angriffe oder Beleidigungen  provozieren zu lassen.

 

Die unterzeichnenden Verbände appellieren an  Politik und Gesellschaft, denjenigen Kräften eine Absage zu erteilen, die angesichts der Bedrohungslage Freiheitsrechte beschneiden wollen. In einer freiheitlichen Gesellschaft  wie der unseren, können auch die diskutierten Maßnahmen eine absolute Sicherheit nicht garantieren.

 

Insbesondere erwarten die Muslime eine sachliche Auseinandersetzung in der öffentlichen Diskussion, damit sich der Eindruck eines Generalverdachtes nicht verfestigt. Gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Kräften müssen wir Konzepte entwickeln, um die Ursachen des Terrorismus an ihrer Wurzel zu bekämpfen. Vorhandenes Unrecht kann eine Erklärung, jedoch niemals eine Rechtfertigung für solche menschenverachtenden Taten sein.

Köln 25.8.06

 

Unterzeichner:

ABAF- Avrupa Ehli Beyt Alevi Federasyonu v ATB � Verband der türkischen Kulturvereine e.V. in Europa v ATIB � Union der türkisch-islamischen Kulturvereine in Europa e.V. v  Cem Stiftung vDITIB Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. v Hür Türk Deutsch Türkischer Freundschaftsverband v IGD Islamische Gemeinschaft in Deutschland v IGMG Islamische Gemeinschaft Milli Görüs   v Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland v MÜSIAD v RTS Rat türkeistämmiger Staatsbürger v TIDAF � Bundesverband der Vereine Unabhängiger Industrieller und Unternehmer e.V. v UETD Union European Turkish Democrats v VIKZ Verband der Islamischen Kulturzentren v VIGB Verband der Islamisch-Bosnischen Gemeinden  v ZMD Zentralrat der Muslime in Deutschland

 


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