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Happy Birthday, Nordrhein-Westfalen!

Mittwoch, August 23, 2006

Hey… mein Bundesland wird heute 60!!!

Meinen Glückwunsch, du Land der über 400 Campingplätze!

(Fotos: Zeche Zollverein, Essen by arndalarm, flickr ; Kölner Dom, by silkegb, flickr; Insel Hombruch; „Bude“)


Unglaublich, erst heute habe ich im Radio erfahren, dass NRW das Bundesland mit den meisten Campingplätzen ist. Warum, das erfuhr ich nicht, aber ich kann es vermuten: zunächst einmal ist es – trotz aller altüberlieferten Vorurteile von rauchenden Hochöfen der Stahlära und und dem Kohlestaub der Zechen – eindeutig sehr grün hier!


Ach so, ich muss dazu sagen: ich lebe ja im Ruhrgebiet, und das hat noch mal einen besonderen Ruf. Denn wir hatten früher sehr viel Industrie hier und manch ein Fremder glaubt, das wäre auch heute noch so. Ist es aber nicht. Doch die alte Zeit hängt uns nach. Und ist überall sichtbar. Die Zechen und Hochöfen aber sind geschlossen oder einfach weg. Manche hatten das Glück, zu Industriedenkmälern umfunktioniert zu werden, zu besichtigen auf der Route Industriekultur. Nun sind sie selbst moderne Museen oder beherbergen solche. Toll anzusehen, einmalig auf der Welt und man kommt sogar prima mit dem Fahrrad hin…


NRW ist also grün! Manchmal treffe ich auf Menschen von anderswo, die richtig staunen, dass wir hier viele, viele Bäume und unberührte Natur haben. NRW. „Ein starkes Stück Deutschland“, so unser Werbeslogan. Ja, ja – das stimmt! Viele starke Hände von Arbeitern haben dieses Land geprägt. Bauern im Norden zwischen Recklinghausen und dem Münsterland genauso wie die Zechenkumpels und Stahlarbeiter im Ruhrgebiet oder der ‚Kölsche Klüngel‘.

Unsere Bevölkerung ist zahlreich und so bunt wie die Welt: seit der Industrialisierung vor über 100 Jahren verschmelzen in NRW verschiedene Kulturen und Nationalitäten. Das ist hier normal und überwiegend nimmt das, glaube ich, kaum einer richtig wahr. Die Vielfalt der Menschen gehört einfach zum Straßenbild. Wenn ich woanders hinkomme finde ich es manchmal komisch, nur Deutsche zu sehen.
Komisch ist es in NRW eher, wenn man den Bauern bei Münster nach dem Weg fragt – diesen Dialekt verstehe selbst ich kaum, obwohl ich nur 80km weit davon entfernt geboren wurde und aufwuchs. Dabei kann man froh sein, überhaupt eine Antwort bekommen zu haben, denn das Vorurteil sagt, die Westfalen seien eher stur. Fährst du aber von Münster Richtung Bochum, nimm‘ dich in Acht, denn im Ruhrgebiet wird Tacheles geredet! Wer mitmacht und nicht gleich eingeschnappt ist, wird mit viel Herzlichkeit und einem besonderen Humor belohnt, der dann gerne auf Veräppeln basiert – die nächste Bewährungsprobe. Ja, so tasten wir die Fremden bei uns offenbar ab. Ganz anders der Rheinländer: hier kann es passieren, dass man kurz nach Eintritt in ein Lokal vom Nachbarn Zack! in den Arm genommen wird, um gemeinsam ein Kölsch (spezielles Kölner Bier) oder einen halben Hahn (Brötchen mit Käse) zu genießen.

Super hier!

NRW – ich hab‘ dich lieb!

NRW anhören? Hier lang…(Richard Ortmann, Künstler) 

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