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Nordkorea

Mittwoch, Juli 5, 2006

Nach dem zweiten Weltkrieg (1939 – 1945) wurde Korea von den Großmächten – ähnlich wie damals Deutschland – geteilt: Es entstand en Nord- und Südkorea, eine sowjetisch beeinflußte Zone und eine amerikanisch beeinflußte Zone. Anfang der 50-er Jahre versuchte Norkorea in einem Krieg, Südkorea einzunehmen. nach dem Koreakrieg gab es einen„Vertrag über Versöhnung, Nichtangriff, Austausch und Zusammenarbeit” zwischen beiden Ländern.

Vor etwa zehn Jahren verstärkten sich die Spannungen zwischen den beiden Ländern wieder. Nordkorea hat sich inzwischen zu einer kommunistischen Volksrepublik entwickelt. Seit 1993 ist Kim Jong Il Nordkoreas unangefochtener Herrscher („Großer Führer“). Nachdem sich China wirtschaftlich aus Nordkorea zurückzog, führte die wirtschaftliche und politische Isolation des Landes Ende der 1990er Jahre zu einer Hungerkatastrophe.

„Friedensverhandlungen mit Südkorea endeten im April 1999 ergebnislos. Damals belastete zudem eine Konfrontation nord- und südkoreanischer Kriegsschiffe im Gelben Meer die diplomatischen Beziehungen zwischen beiden Staaten erheblich. Am 9. Februar 2000 unterzeichneten die Außenminister Nordkoreas und Russlands einen Freundschaftsvertrag, in dem sich beide Staaten zu gegenseitiger Rücksicht bei Verträgen mit Drittländern verpflichten.

Am 13. Juni 2000 kam es in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang zum ersten Treffen von Repräsentanten Nord- und Südkoreas auf höchster Ebene seit der politischen Teilung der Halbinsel. Dabei unterzeichneten die Staatschefs beider Länder, Kim Jong Il und Kim Dae Jung, ein Versöhnungsabkommen, in dem sie als Fernziel eine mögliche Wiedervereinigung beider Staaten formulierten und die Grundlage für eine Entspannung der Beziehungen legten.

Im Juni 2002 gab es erneut Seegefechte zwischen Nord- und Südkorea im Gelben Meer an der umstrittenen Grenzlinie. Aber bereits einen Monat später wurde der unterbrochene Dialog wieder aufgenommen. Danach begannen die Bauarbeiten für eine geplante grenzüberschreitende Bahn- und Straßenverbindung. Im Juni 2004 folgten weitere Vereinbarungen über Maßnahmen zum Abbau militärischer Spannungen, darunter die Einrichtung eines „heißen Drahtes” zwischen den Seestreitkräften, um Zwischenfälle wie zwei Jahre zuvor zu vermeiden.

Für internationales Aufsehen sorgte die im Oktober 2002 abgegebene Erklärung der nordkoreanischen Regierung, dass das Land unter Missachtung bestehender Abkommen an der Entwicklung von Atomwaffen arbeite.

Auf die Forderung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nach Offenlegung des geheimen Kernwaffenprogramms reagierte Nordkorea mit der Ausweisung der IAEA-Inspektoren, die gemäß einem 1994 zwischen Nordkorea und den USA geschlossenen Abkommen eine Atomanlage nördlich der Hauptstadt kontrollierten. Das Verhältnis zu den USA war, seit US-Präsident George W. Bush Nordkorea in die „Achse des Bösen” eingereiht hatte, bereits angespannt; nun verschärfte sich die Lage durch die Kündigung des Atomwaffensperrvertrags durch Nordkorea im Januar 2003 und Raketentests im Japanischen Meer.“

(Aus: Encarta „Nordkorea“)

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