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Abdul Rahman: Die Ketten des Islam

Freitag, März 24, 2006

Der Gebetskranz Tasbih Tasbih.jpgist die islamische Version des Rosenkranzes.

Laut Wikipedia wird allgemein vermutet, dass die Muslime den Tasbih von den Buddhisten übernommen haben. Später hätten dann christliche Kreuzfahrer den Gebetskranz nach Europa importiert. Die Geschichte dieser Kette verbindet demnach drei große Glaubens-richtungen miteinander. Für den Afghanen Abdul Rahman aber wird der Tasbih gerade zu einer Art Handschelle, die er nicht so einfach ablegen kann: Der Islam lässt ihn nicht gehen. Vor 16 Jahren trat der ehemalige Moslem heimlich dem Christentum bei. Dafür soll er heute hingerichtet werden. Die westliche Welt ist darüber schockiert. Christen und Politiker empfinden es als Beleidigung, dass ein Mensch wegen seiner Entschei-dung für das Christentum umgebracht werden soll. Doch in Afghanistan ist der Islam Staatsreligion. Es gibt dort zwar die Religionsfreiheit, aber jeder, der den islamischen Glauben verlässt und einen anderen annimmt, kann als Staatsverräter gelten. Auch nach dem Koran darf ein Moslem seinen Glauben nicht ablegen. Nun müssen die obersten afghanischen Richter entscheiden, ob Abdul Rahman am Leben bleiben darf. Seine einzige Chance läge in einem Urteil, das ihn als geisteskrank erklärt. Damit würden die Richter den christlichen Glau-ben jedoch als geistige Verwirrung abtun – für den Westen bedeutet dies einen Angriff auf die Anhänger des Christentums, der nicht toleriert werden kann. Afghanistan verletze zudem die Menschenrechte, die es in der eigenen Verfassung garantiert.

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