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Feuer und Flamme – Das ‚Historische Abkommen‘ zwischen Indien und den USA

Freitag, März 3, 2006

Am Donnerstag verkündeten George W. Bush und der indische Premierminister Manmohan Singh den Abschluss des „Historischen Abkommens“.

 

Gemeint ist damit die von nun an enge Zusammenarbeit beider Staaten bei der friedlichen Nutzung von Atomenergie. Als historisch gilt dieses Abkommen deshalb, weil die USA und viele andere Länder seit 1974 einen Atom-Boykott gegen Indien verhängt hatten. Indien hatte eine eigene Atombombe hergestellt, obwohl dies nach dem Abkommen des Atomwaffensperrvertrages von 1968 nur den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates erlaubt ist. Hierin verpflichten sich die Atommächte, dass sie kein atomwaffentaugliches Material an andere Länder weitergeben dürfen. Ländern ohne Atomwaffen aber darf zur friedlichen Nutzung Kernenergie zur Verfügung gestellt werden.

Daher ist das Abkommen zwischen den USA und Indien zwiespältig: Es umgeht den Atomwaffensperrvertrag und signalisiert Staaten wie dem Iran, dass man Kernwaffen besitzen kann, den Atomwaffensperrvertrag umgehen kann – und trotzdem Atomtechnologie erhält. Man muss nur die richtigen Freunde haben, meinen die Kritiker des Abkommens. Es heißt, Amerika habe ein so enges Handelsverhältnis mit Indien und das Abkommen stehe vor allem für eigennützige Wirtschaftsinteressen. Unter anderem will die USA nun auch hochmoderne Kampfwaffen an Indien verkaufen.

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